physar / Track
Prompt Engineering
Der Prompt als Vertrag, nicht als Beschwörung: spezifizieren, strukturieren, Ausgaben erzwingen, Kontext budgetieren, Regelkonflikte auflösen, Belegpflicht und Enthaltung entwerfen — und eine Prompt-Änderung messbar machen, bevor sie ausgeliefert wird. Betrieb, Rollout und Telemetrie des laufenden Dienstes lehrt „LLM Production Ops“.
Track Boss · Abschlusslage
Capstone: der Prompt unter Betriebsdruck
Eine verdichtete Lage mit interaktiver Mission. Spiele sie zum Abschluss oder früh als anspruchsvollen Realitätscheck.
Dein Weg durch „Prompt Engineering“
Erste Session
Grundlagen: der Prompt als Spezifikation
~30 Min
Erste Woche (Richtwert ~45 Min)
Summe: ~30 Min
Das erste Modul wird immer vollständig eingeplant; deshalb kann die Summe über dem Richtwert liegen.
Zwischenziele
Praktisches Ergebnis
Danach kannst du ein Adjektiv im Prompt durch prüfbare Constraints ersetzen: Umfang, Adressat, Pflichtinhalte, Form. · Du erkennst, welche Beispiele in einen Few-shot-Block gehören — und dass ihre Verteilung und Reihenfolge selbst eine Vorannahme sind. · Du weißt, wann eine Formatangabe im Prompt reicht und wann nur Validierung oder Schema-Zwang trägt. · Danach kannst du entscheiden, ob eine Aufgabe überhaupt Zwischenergebnisse hat — und damit, ob Chain-of-Thought hier etwas beiträgt oder nur Latenz kostet. · Du erkennst den Unterschied zwischen einem Reasoning-, einem Wissens- und einem Spezifikationsproblem, bevor du eine Technik wählst. · Du weißt, warum Selbstprüfung ohne externes Kriterium schlechter sein kann als keine — und was als externes Kriterium taugt. · Danach kannst du eine Vorbedingung formulieren, ihren Prüfer benennen und das Verhalten bei Verletzung festlegen. · Du erkennst eine Nachbedingung, aus der sich keine Assertion schreiben lässt — und damit keine Zusicherung ist. · Du weißt, was alles zu einer Prompt-Version gehört und warum ein Typwechsel im Ausgabefeld ein Major-Schritt ist. · Danach kannst du entscheiden, welche Verlässlichkeitsstufe eine Ausgabe braucht — bitten, prüfen, erzwingen — und warum die Stufen sich nicht ersetzen. · Du erkennst ein Schema, das nichts erzwingt, weil `required` oder `additionalProperties: false` fehlen, und ein Enum ohne Ausgang für das Unbekannte. · Du weißt, wann Formatzwang Urteilsqualität kostet und wie man Reasoning und Nutzlast trennt, statt eines gegen das andere zu tauschen. · Danach kannst du ein Kontextbudget explizit aufteilen: reservierte Pflichtteile, variable Posten mit Obergrenze und Priorität, und was gar nicht hineingehört. · Du erkennst den Positionseffekt und den Unterschied zwischen beanspruchter und effektiv nutzbarer Kontextlänge. · Du weißt, warum ein Zeitstempel im System-Prompt den Cache lautlos entwertet und wie du das nachprüfst. · Danach kannst du einen Regelkonflikt innerhalb einer Ebene von einem Hierarchie-Problem unterscheiden und ihn per Präzedenz oder präzisierter Bedingung auflösen. · Du erkennst eine Betreiber-Regel, die auf der Nutzer-Ebene gelandet ist und dort nur Nutzer-Privileg hat. · Du weißt, warum die Instruktions-Hierarchie gutartige Konflikte löst, aber keine Grenze für das ist, was schlicht nicht passieren darf. · Danach kannst du benennen, warum es für Prompts kein Gegenstück zu vorbereiteten Anweisungen gibt und was daraus für die Verteidigung folgt. · Du erkennst, wann privater Datenzugang, nicht vertrauenswürdiger Inhalt und ein Weg nach außen in einer Sitzung zusammentreffen — und welchen Bestandteil du am günstigsten entfernst. · Du weißt, dass Markierung und Filter Raten senken, und welche Maßnahmen tatsächlich Grenzen setzen. · Danach kannst du eine Grounding-Instruktion aus Quelle, Belegpflicht und definiertem Ausgang bauen — und ein Belegformat verlangen, das maschinell prüfbar ist. · Du erkennst den Unterschied zwischen einem existierenden Zitat und einer daraus folgenden Aussage, und welche Prüfung welche Fehlerart fängt. · Du weißt, warum ein Gate auf selbstberichtete Sicherheit gerade bei den Fehlern versagt, die es fangen soll. · Danach kannst du Enthaltung und Verweigerung trennen und je Verweigerungsgrund die passende Reaktion wählen — verweisen, Ersatz anbieten oder knapp ablehnen. · Du erkennst Übervorsicht als eigenen Ausfallmodus und weißt, warum sie ohne Gegentestfälle unsichtbar bleibt. · Du weißt, was ein Eskalationspfad braucht, um mehr zu sein als ein Satz: Empfänger, Übergabe, Zusage, Rückweg und zugesagte Kapazität. · Danach kannst du eine Kategorie über ihre Grenze zur Nachbarkategorie definieren und eine Restklasse mit eigener Kennzahl führen. · Du erkennst, wann die menschliche Übereinstimmung und nicht der Prompt die Obergrenze deiner Trefferquote ist. · Du weißt, warum bei Extraktion ein leeres Feld besser ist als ein plausibles, und wie du Beleg und normalisierten Wert trennst. · Danach kannst du entscheiden, was in den Anwendungszustand gehört und was im Gesprächsverlauf bleiben darf. · Du erkennst Instruktions-Drift als Verdünnung und weißt, welche Vorgaben sich erzwingen statt erbitten lassen. · Du weißt, wann ein konsolidierter Neustart wirksamer ist als die nächste Korrektur — und wie er den Nutzer nichts kostet. · Danach kannst du ein Eval-Set aus echten Vorfällen, Grundlast und Gegenfällen zusammenstellen und je Anforderung den härtesten passenden Prüfgrad wählen. · Du erkennst, wann zwei Prozentpunkte keine Verbesserung sind — und wertest gepaart aus statt Quoten zu vergleichen. · Du weißt, warum eine Gate-Schwelle aus der gemessenen Schwankung folgt und warum ein Teil der Fälle zurückgehalten werden muss. · Danach kannst du die Achsen des Tracks an einem Fall zusammenführen, in dem sie einander widersprechen — und die Reihenfolge nach Wirksamkeit statt nach Bequemlichkeit wählen. · Du erkennst, welche Maßnahme die Ursache trifft und welche nur das Symptom abdeckt, wenn mehrere Achsen gleichzeitig betroffen sind. · Du benennst zu jeder Entscheidung ihren Preis — die Angabe, an der sich sechs Monate später entscheidet, ob eine Maßnahme verteidigt oder stillschweigend zurückgebaut wird.
Voraussetzungen
Der Katalog weist keine formalen Voraussetzungen aus — beim ersten sichtbaren Modul starten.
Pausieren & Fortsetzen
Nach jedem Modul kannst du pausieren und später fortsetzen. Ohne Konto hängt der gespeicherte Stand von den Browserdaten ab; mit Konto wird er geräteübergreifend synchronisiert.