Regeln, die man noch versteht
Einführung · 6 Abschnitte · ~15 Min Lesezeit · Stand
Betriebsfrage
Einzelne Zugriffsregeln sind leicht zu schreiben. Nach zwei Jahren stehen 40 davon nebeneinander, mit überlappenden Zielgruppen und historisch gewachsenen Ausschlüssen — und niemand kann mehr sagen, was für eine bestimmte Person tatsächlich gilt.
Mentales Modell
- Zielgruppen definieren
- Regeln je Gruppe
- Ausschlüsse begründen
- Im Testmodus prüfen
- Aktivieren
Struktur
- Wenige klar benannte Zielgruppen statt Regeln je Anwendungsfall.
- Jede Regel beantwortet eine Frage; Regeln mit mehreren Zwecken sind später nicht mehr änderbar.
- Eine Namenskonvention, aus der Zweck, Zielgruppe und Wirkung hervorgehen.
Ausschlüsse
| Notfallzugänge | Müssen aus sperrenden Regeln ausgenommen sein — sonst sperrt die eigene Regel den letzten Weg zurück. |
|---|---|
| Dienstkonten | Häufig ausgenommen, weil sie keine mehrstufige Anmeldung leisten. Jede solche Ausnahme braucht eine kompensierende Maßnahme. |
| Einzelpersonen | Fast immer eine schlechte Idee: Sie überleben ihre Begründung und tauchen in keiner Übersicht auf. |
Vor der Aktivierung
Ein Testmodus zeigt, wen eine Regel treffen würde, ohne dass sie wirkt. Er ist der einzige Weg, die Wirkung auf reale Anmeldungen zu messen, bevor sie eintritt — besonders bei Regeln, die Anmeldungen blockieren.