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Dienstversprechen und Messpunkte

Was ein Verfügbarkeitsversprechen tatsächlich zusagt: Messpunkt, Zeitfenster, Fehlerbudget und der Unterschied zwischen einem internen Ziel und einer vertraglichen Zusage.

99,9 Prozent — gemessen woran?

Einführung · 6 Abschnitte · ~15 Min Lesezeit · Stand

Betriebsfrage

Eine Verfügbarkeitszahl ohne Messpunkt ist keine Zusage, sondern ein Gefühl. Zwei Teams können dieselbe Zahl nennen und völlig unterschiedliche Dinge meinen — bis zum ersten Vorfall, in dem beide Recht zu haben glauben.

Mentales Modell

  1. Was zählt als Nutzung
  2. Wo wird gemessen
  3. Was gilt als Fehler
  4. Über welches Fenster

Drei Ebenen

IndikatorDie gemessene Größe — zum Beispiel der Anteil erfolgreicher Anfragen innerhalb einer Zeitschranke.
ZielDer interne Sollwert für diesen Indikator. Er darf gerissen werden; das ist der Zweck eines Ziels.
ZusageDie vertragliche Verpflichtung nach außen. Sie sollte lockerer sein als das interne Ziel — sonst gibt es keinen Puffer zum Reagieren.

Der Messpunkt entscheidet

  • Am Server gemessen fehlen Netzweg, Anmeldung und Client — genau die Teile, die Nutzer als Ausfall erleben.
  • Beim Nutzer gemessen zählen auch Störungen mit, die niemand im Betrieb beeinflussen kann.
  • Ein synthetischer Prüfpfad ist reproduzierbar, bildet aber nur ab, was er prüft.

Fehlerbudget

Die Differenz zwischen 100 Prozent und dem Ziel ist ein Budget. Es macht die Abwägung zwischen Änderungsgeschwindigkeit und Stabilität verhandelbar: Ist das Budget aufgebraucht, sinkt die Änderungsrate — nicht, weil jemand es befiehlt, sondern weil die Zahl es zeigt.

Route

Gelesen ist nicht geprüft: Im Modul entscheidest du die Fälle selbst und siehst danach, wo dein Urteil trägt.

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Modul-Aufbau

EINFÜHRUNG99,9 Prozent — gemessen woran?~15 Min
ADR-001MESSPUNKTsolide
ADR-002ZIELABSTANDsenior
SORT-003MISSION · FEHLERBUDGETsenior

Quellen

  1. 01sre.google/sre-book/service-level-objectives
  2. 02sre.google/workbook/table-of-contents

Verfasst von Julian Zentgraf