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Protokollierung und Beweisführung

Protokolle als belastbare Aussage: Auswahl statt Vollständigkeit, Aufbewahrung gegen Datensparsamkeit, Integrität der Kette und die Unterscheidung zwischen Beobachtung und Beweis.

Was Protokolle beweisen können — und was nicht

Einführung · 5 Abschnitte · ~15 Min Lesezeit · Stand

Betriebsfrage

Nach einem Vorfall entscheidet nicht die Menge der Protokolle, sondern ob die richtigen Ereignisse erfasst, lange genug aufbewahrt und unverändert geblieben sind. Alle drei Bedingungen werden vor dem Vorfall festgelegt — danach lässt sich nichts mehr nachholen.

Mentales Modell

  1. Erzeugen
  2. Sammeln
  3. Aufbewahren
  4. Auswerten
  5. Belegen

Drei Spannungen

Vollständigkeit gegen KostenAlles zu speichern ist teuer und macht die Suche langsam. Die Auswahl ist eine Risikoentscheidung, keine Budgetentscheidung.
Aufbewahrung gegen DatensparsamkeitPersonenbezogene Daten dürfen nicht unbegrenzt liegen bleiben; Vorfälle werden aber oft erst spät entdeckt.
Zugriff gegen IntegritätWer Systeme administriert, darf deren Protokolle nicht unbemerkt verändern können — sonst belegen sie nichts.

Was ein Protokoll belegt

  • Ein Protokolleintrag belegt, dass ein System etwas berichtet hat — nicht zwingend, dass es geschehen ist.
  • Fehlende Einträge sind nur dann ein Befund, wenn die Erfassung nachweislich aktiv war.
  • Ohne gemeinsame Zeitbasis ist die Reihenfolge über Systeme hinweg nicht belegbar.

Route

Gelesen ist nicht geprüft: Im Modul entscheidest du die Fälle selbst und siehst danach, wo dein Urteil trägt.

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Modul-Aufbau

EINFÜHRUNGWas Protokolle beweisen können — und was nicht~15 Min
ADR-001AUFBEWAHRUNGsenior
ADR-002PROTOKOLLHOHEITsenior
SORT-003MISSION · AUSSAGEKRAFTsenior

Quellen

  1. 01csrc.nist.gov/pubs/sp/800/92/final
  2. 02csrc.nist.gov/pubs/sp/800/61/r2/final
  3. 03csrc.nist.gov/pubs/sp/800/53/r5/upd1/final

Verfasst von Julian Zentgraf