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WAN und Standortanbindung

Anbindung über fremde Infrastruktur: nachgewiesene Pfaddiversität, die Grenze zum Provider, eingehende gegen ausgehende Pfadwahl und der belegte Failover-Test.

Redundanz, die man nachweisen kann

Einführung · 5 Abschnitte · ~15 Min Lesezeit · Stand

Betriebsfrage

Zwei Verträge mit zwei Anbietern sind kein Nachweis für zwei Wege. Standortredundanz entsteht erst, wenn die Pfade sich physisch, betrieblich und in ihrer Ausfallwirkung unterscheiden — und das ist eine Frage an den Anbieter, nicht an die eigene Konfiguration.

Mentales Modell

  1. Standort
  2. Übergabepunkt
  3. Anbieternetz
  4. Gegenstelle

Der Übergabepunkt ist die Stelle, an der die eigene Verantwortung endet. Alles davor lässt sich messen und ändern; alles danach lässt sich nur vereinbaren und nachhalten.

Diversität prüfen

  • Getrennte Einführungen ins Gebäude — nicht zwei Fasern in derselben Leerrohrtrasse.
  • Getrennte Vermittlungsstellen und, wo möglich, getrennte Vorleistungsanbieter.
  • Getrennte Stromversorgung und Endgeräte, sonst fällt die Redundanz mit der Steckdose.
  • Schriftlich bestätigt, nicht mündlich zugesichert — Anbieter kaufen Vorleistungen voneinander.

Richtungen der Pfadwahl

AusgehendEntscheidet der eigene Router anhand lokaler Regeln — jederzeit selbst änderbar.
EingehendEntscheidet der Gegenüber anhand dessen, was ihm angekündigt wird. Beeinflussbar nur über die eigene Ankündigungspolitik, und nie garantiert.

Route

Gelesen ist nicht geprüft: Im Modul entscheidest du die Fälle selbst und siehst danach, wo dein Urteil trägt.

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Modul-Aufbau

EINFÜHRUNGRedundanz, die man nachweisen kann~15 Min
ADR-001PFADDIVERSITÄTsenior
ADR-002PFADRICHTUNGprincipal
FLOW-003MISSION · FAILOVER-NACHWEISsenior

Quellen

  1. 01rfc-editor.org/rfc/rfc4271
  2. 02rfc-editor.org/rfc/rfc7938
  3. 03sre.google/sre-book/table-of-contents
  4. 04csrc.nist.gov/pubs/sp/800/61/r2/final

Verfasst von Julian Zentgraf