# Eine Ressourcenänderung als Experiment betreiben Typ: Checkliste Herkunft: virtualization-private-cloud / compute-memory / virt-right-size-change Version: virt-right-size-change-2026-09-03 Geprüft: 2026-09-03 ACHTUNG: Dieses Dokument ist ein Lernartefakt aus einer Schulungssequenz. Es ist kein produktives Runbook. Vor jeder Anwendung in einer realen Umgebung müssen die Schritte gegen lokale Dokumentation, Runbooks und Freigabestatus geprüft werden. ## Szenario Eine VM verfehlt im Monatsabschluss ihr SLO. CPU, RAM und Hostplatzierung stehen als mögliche Ursachen im Raum; nur eine Dimension soll pro Test verändert werden. ## Schritte 1. SLO, repräsentatives Lastfenster sowie Gast-, VM- und Hostbaseline sichern. 2. Eine Ressourcengrenze mit erwarteter Messwirkung und Abbruchsignal formulieren. 3. Zielhost-, Nachbar- und Failoverkapazität für die geplante Änderung prüfen. 4. Genau eine reversible Größen- oder Platzierungsdimension begrenzt ändern. 5. Dasselbe Lastprofil ausführen und Dienstwirkung sowie Nebenwirkungen messen. 6. Übernehmen, zurückrollen oder eine neue getrennte Hypothese planen. ## Begründung Warum: Eine einzelne Veränderung unter vergleichbarer Last macht Wirkung zuordenbar. Kapazitätsprüfung verhindert, dass lokale Verbesserung die gemeinsame Ausfallreserve verbraucht. Folgen: **+** Right-Sizing wird reproduzierbar und rückrollbar statt kumulativ. **−** Repräsentative Lastfenster und getrennte Hypothesen verlängern die Diagnose gegenüber blindem Upsizing. ## Quellen 1. libvirt: Domain XML CPU allocation — https://libvirt.org/formatdomain.html#cpu-allocation 2. libvirt: virsh domstats — https://libvirt.org/manpages/virsh.html#domstats