# Eine Aufbewahrungsregel, die hält Typ: Checkliste Herkunft: m365-collaboration / content-lifecycle-basics / m365-lifecycle-design-sequence Version: m365-lifecycle-design-sequence-2026-09-12 Geprüft: 2026-09-12 ACHTUNG: Dieses Dokument ist ein Lernartefakt aus einer Schulungssequenz. Es ist kein produktives Runbook. Vor jeder Anwendung in einer realen Umgebung müssen die Schritte gegen lokale Dokumentation, Runbooks und Freigabestatus geprüft werden. ## Szenario Für die Projektbibliotheken eines Bereichs soll erstmals eine Aufbewahrung eingerichtet werden. Es gibt eine gesetzliche Mindestfrist, einen Wunsch nach automatischer Bereinigung danach und einzelne Dokumente, die abweichend behandelt werden müssen. ## Schritte 1. Die Pflicht benennen: aufbewahren, löschen oder beides — und ab welchem Ereignis gerechnet wird 2. Die Reichweite wählen: Orte über eine Richtlinie, Einzelfälle über eine Bezeichnung 3. Prüfen, welche Einstellungen auf denselben Inhalten bereits wirken 4. Das Zusammenspiel über die vier Prinzipien durchrechnen, getrennt nach Dauer und Löschzeitpunkt 5. Speicherfolgen abschätzen: Kopien in der Aufbewahrungsbibliothek und ausgesetzte Versionsgrenzen 6. Frühestens nach einer Woche prüfen, ob die Einstellungen tatsächlich greifen ## Begründung Warum: Eine Aufbewahrungsregel wirkt nie allein, sondern immer im Verbund mit dem, was schon gilt. Deshalb steht die Bestandsaufnahme vor der Berechnung und die Berechnung vor der Einrichtung — wer erst konfiguriert und dann nachrechnet, prüft am Ende gegen Wartezeiten von Wochen. Folgen: **+** Das Ergebnis ist vor der Einrichtung bekannt und gegenüber einer Prüfung begründbar. **−** Der Entwurf braucht Angaben über bestehende Richtlinien und Bezeichnungen, die in gewachsenen Umgebungen selbst erst erhoben werden müssen. ## Quellen 1. https://learn.microsoft.com/en-us/purview/retention 2. https://learn.microsoft.com/en-us/purview/retention-policies-sharepoint