# Vom langsamen Befund zur belegten Änderung Typ: Checkliste Herkunft: database-administration-basics / indexing-query-plans / database-indexing-verify-sequence Version: database-indexing-verify-sequence-2026-09-12 Geprüft: 2026-09-12 ACHTUNG: Dieses Dokument ist ein Lernartefakt aus einer Schulungssequenz. Es ist kein produktives Runbook. Vor jeder Anwendung in einer realen Umgebung müssen die Schritte gegen lokale Dokumentation, Runbooks und Freigabestatus geprüft werden. ## Szenario Eine Auswertungsabfrage braucht seit einiger Zeit zwölf statt zwei Sekunden. Die Fachabteilung drängt. Ein Kollege hat bereits einen Indexvorschlag aus einem Werkzeug kopiert. ## Schritte 1. Den Ausführungsplan mit echten Zahlen holen 2. Geschätzte gegen tatsächliche Zeilenzahlen halten und bei großer Abweichung die Statistiken auffrischen 3. Prüfen, wie klein die Treffermenge des Filters tatsächlich ist 4. Schreibkosten des Indexkandidaten und die Dauer seines Aufbaus abschätzen 5. Den Index in einem Verfahren anlegen, das die Schreibseite offen hält 6. Denselben Plan erneut holen und den Unterschied festhalten ## Begründung Warum: Eine Optimierung ist erst fertig, wenn ihre Wirkung mit demselben Instrument gemessen wurde, mit dem der Befund erhoben wurde. Ohne diese Gegenmessung bleibt offen, ob die Änderung gewirkt hat oder ob sich die Last verschoben hat — und der Index bleibt trotzdem für immer liegen. Folgen: **+** Am Ende steht eine Änderung mit Vorher-Nachher-Beleg, die sich verteidigen und später auch wieder zurücknehmen lässt. **−** Das Vorgehen kostet mehrere Runden, während die Fachabteilung wartet — bei einem akut stehenden Dienst kann der schnelle Index die richtige Notfallmaßnahme sein, sofern die Begründung nachgeholt wird. ## Quellen 1. https://www.postgresql.org/docs/current/sql-explain.html 2. https://www.postgresql.org/docs/current/indexes-intro.html