# Die Restoresequenz einer Datenbank Typ: Checkliste Herkunft: backup-disaster-recovery / workload-recovery / backup-dr-restore-sequence Version: backup-dr-restore-sequence-2026-09-04 Geprüft: 2026-09-04 ACHTUNG: Dieses Dokument ist ein Lernartefakt aus einer Schulungssequenz. Es ist kein produktives Runbook. Vor jeder Anwendung in einer realen Umgebung müssen die Schritte gegen lokale Dokumentation, Runbooks und Freigabestatus geprüft werden. ## Szenario Eine Datenbank im vollständigen Wiederherstellungsmodell soll auf den Zeitpunkt des Ausfalls zurückgeholt werden. Vollsicherung, differenzielle Sicherung und mehrere Protokollsicherungen liegen vor, das aktive Protokoll ist erreichbar. ## Schritte 1. Das aktive Transaktionsprotokoll sichern 2. Die jüngste Vollsicherung zurückspielen, ohne die Datenbank freizugeben 3. Die jüngste differenzielle Sicherung zurückspielen, ohne die Datenbank freizugeben 4. Die Protokollsicherungen ab dem zurückgespielten Stand der Reihe nach anwenden, jeweils ohne Freigabe 5. Die Datenbank freigeben ## Begründung Warum: Die Sequenz ist keine Empfehlung, sondern eine Bedingung: Die Sicherung des Protokollendes ist nur vor dem Zurückspielen möglich, die differenzielle Sicherung setzt auf der Vollsicherung auf, die Protokolle setzen auf dem jüngsten zurückgespielten Stand auf — und die Freigabe beendet die Kette. Folgen: **+** Eine als Ganzes ausgeführte Sequenz erreicht den kleinstmöglichen Datenverlust in der kürzestmöglichen Zeit. **−** Sie ist unteilbar: Wer zwischendurch freigibt, um „schon mal etwas zu zeigen“, beginnt von vorn — und das ist unter Druck eine reale Versuchung, weil die Datenbank während der ganzen Sequenz unbenutzbar bleibt. ## Quellen 1. SQL Server — Complete Database Restores (Full Recovery Model) — https://learn.microsoft.com/en-us/sql/relational-databases/backup-restore/complete-database-restores-full-recovery-model